Die Windmühle befindet sich an einer dem Wind stark ausgesetzten Position und spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte von Grimaud.

Windmühle

Hier steht seit dem 16. Jahrhundert eine Windmühle. Zuerst „Moulin de la Gardiole“ genannt, erhielt sie im 17. Jahrhundert den Namen „Moulin Saint-Roch“, und zwar im Zuge der Erbauung der diesem Heiligen gewidmeten Kapelle einige hundert Meter weiter.

Sie ist eine der vier Windmühlen des Ortes. Allerdings ermöglichten auch andere Mühlen, die weitaus zahlreicher vorhanden waren, die Herstellung von Mehl: die Wassermühlen. Davon gab es insgesamt 9 in diesem Gebiet.

© Cyril Carpentier

Müller, du schläfst

Vor dem Bauwerk befindet sich ein Platz zum Austreten des Getreides durch Vieh. Hier wurden die Weizengarben von Pferdehufen zerstampft. Manchmal zogen die Pferde dabei eine Steinrolle, um die Wirkungskraft der Aktion zu erhöhen. Nachdem das Korn von Staub und Strohhalmstücken befreit war, wurde es zur Mühle gebracht und von den 2 Mühlsteinen gemahlen.

Der Müller hat die Mühlenflügel mit Segeltuch bespannt. Beim Mahlen musste er zahlreiche Faktoren wie Windstärke und richtung berücksichtigen. Durch eine angemessene Geschwindigkeit der Mühlsteine wurde eine korrekte Mehlqualität erzielt. Der Betrieb dieser Mühlen wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts eingestellt.

In den 90er Jahren wurden das Dach, die Flügel und das Laufwerk restauriert.

© Cyril Carpentier

Die Fête du Moulin

Jedes Jahr im Juni wird das Mühlenfest („Fête du Moulin et du petit Patrimoine.“) gefeiert. Zu diesem Anlass wird der Betrieb der Mühle und das Vermahlen von Weizen vorgeführt. Außerdem gibt es Verkostungen mit warmem Brot und provenzalische Tänze der Folkloregruppe Escandihado.

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