Der Brunnen an der Place Neuve, das Symbol für das Wasser von Grimaud.

Eine Wassergeschichte

Das hoch auf dem Hügel gelegene Dorf Grimaud litt häufig unter Wassermangel.

Die beiden Dorfbrunnen und die wenigen Quellen in der Umgebung reichten nicht aus, um die 900 Einwohner und das Vieh zu versorgen.

Im 16. Jahrhundert wurde daher das Wasser einer mehrere Kilometer vom Dorf entfernten ergiebigen Quelle bis zum Dorfbrunnen nahe der Kirche umgeleitet. Leider versagte dieses System ein Jahrhundert später.

© Cyril Carpentier

Bauwerke

Von dieser Anlage sind nur wenige Überreste erhalten, darunter die Feenbrücke. Bis 1884 litten die Einwohner somit erneut unter Wassermangel. Danach wurde das Grundwasser aus der Ebene mit Hilfe einer Dampfmaschine bis zum Dorf geführt, um die Häuser zu versorgen.

Dieser Brunnen wurde 1886 auf einem neu gebauten Platz errichtet, zum Gedenken an den Abschluss der Bauarbeiten und den Zugang zu Wasser. Eine Widmung auf der Rückseite des Bauwerks zeugt von der Dankbarkeit der Dorfbewohner gegenüber der Gemeindeverwaltung, die seine Konstruktion ermöglicht hat. Im Jahr 2018 wurde der Platz übrigens renoviert.

Die „Rue des hoirs“, die zur Place Neuve führt, hieß früher „Rue des Orts“ (aus dem Provenzalischen ort: jardin = Garten). Diese hübschen Gärten sind noch beiderseits der Straße zu sehen.

Provenzalische Traditionen vor dem Brunnen © Cyril Carpentier